Das Comenius – Treffen in Collada, Villalba (Spanien) März 2011

Teilnehmer: Ricarda Erdmann, Marion Hoffrichter, Kabilan Karuanithy, Nina Lankes, Yasemin Roos, Jennifer Vits (alle Klasse 10), Frau Sharma, Frau Mattke

Am Montag um 11.00 Uhr starteten wir, die sechs deutschen Teilnehmer, mit dem Flugzeug zuerst nach Amsterdam. Dort stiegen wir ins nächste Flugzeug nach Madrid, wo wir schon von dem projektleitendem Lehrer und ein paar Schülern und Schülerinnen erwartet wurden. Als wir mit dem Bus an der Schule ankamen, dauerte es nicht lange, bis jeder auf dem Weg zu seiner Gastfamilie war. Allerdings mussten wir selbst die Initiative ergreifen und uns erst mal durchfragen, um unsere Familie zu finden.

Das Hauptprogramm der Woche war:

Dienstag: Dienstagmorgen trafen sich alle Teilnehmer des Comenius - Projektes in der Schule. Dort wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt, die vormittags jeweils drei verschiedene Module besuchten. In einem Modul stellten wir aus Olivenöl Seife her, in einem anderen spielten wir mit aus Müll hergestellten Dingen verschiedene Spiele und im letzten wurden die Vorträge gehalten. Nachdem wir in der Schule zu Mittag gegessen hatten, stellte sich eine Vertreterin des Bürgermeisters vor. Anschließend gingen wir zum Rathaus, zur Kirche und wieder zu unseren Gastfamilien nach Hause.

Mittwoch: Wir trafen uns morgens am Bahnhof in Villalba. Von dort aus fuhren wir mit der Bahn nach „San Lorenzo de El Escorial“, wo wir dann erst einmal einen sehr lang gezogenen Berg hoch marschieren durften, um dann an einem Schloss anzukommen, welches zu einem Kunstmuseum umfunktioniert wurde. Dort hatten wir ca. eine Stunde Zeit, um uns alles anzusehen. Danach wanderten wir bis zur Spitze des Berges und es war ein toller Anblick von dessen Aussichtspunkt aus. Dann ging es auch schon wieder nach Villalba zurück, wo wir uns dann am Abend (so wie fast jeden Abend) noch mit den ganzen Leuten getroffen haben und Spaß hatten.

Donnerstag: Der Treffpunkt war wieder der Bahnhof in Villalba um 9 Uhr, von dem aus wir nach Madrid gefahren sind. Zuerst sind wir in ein berühmtes Kunstmuseum (Prado) gegangen. Leider hatten wir insgesamt nur eine Stunde Zeit, um durch die drei Etagen zu gehen. Anschließend sind wir ein bisschen durch Madrid gegangen, wo uns eine spanische Lehrerin ein paar typisch spanische Dinge gezeigt hat. Danach sind wir zu der „Plaza de la Puerta del Sol“ gegangen, die unseren Treffpunkt nach einer 2stündigen Shoppingtour darstellte. Daraufhin sind wir in einen Park gegangen und saßen da erst mal ein bisschen herum. Da die Sonne stark schien, konnte man sich auch gemütlich in die Sonne legen und diese genießen oder sich den wunderschönen Park ansehen, bis wir wieder zurück zum Bahnhof gegangen sind, wo wir auch noch mal ein bisschen Zeit bekommen haben, um durch diesen zu gehen. Abends gab es 2 Angebote. Es gab eine Gruppe, die in einen Park ging und sich dort traf und eine Gruppe, die in eine Disco ging, wo Musik lief und Billard spielen angeboten wurde. Nach dem anstrengenden Tag kamen alles spät nach Hause und mussten sich für die Abreise ausruhen.

Freitag: Der letzte Tag in Spanien. Als wir in der Schule ankamen, haben wir unser Gepäck in einen kleinen Raum gebracht und noch mal mit jedem geredet und uns verabschiedet. Der Bus stand schon bereit, doch niemand wollte sich so richtig von den neuen Freunden trennen. Es war zwar eine harte Woche und viele von uns waren auch nicht die Tagesplanung von den Spaniern gewöhnt, sodass wir auch ziemlich müde und fertig waren. Trotzdem war es eine schöne Zeit.

 

Fazit: Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir alle sehr stolz darauf sein können, die Gelegenheit bekommen zu haben, an solch einem großem Projekt teilnehmen zu dürfen. Wir alle sind mit gemischten Gefühlen an die Reise herangetreten. Manche mit Angst vor den Erwartungen der Gastfamilien und ob sie diese erfüllen können, und andere wiederum vor den Personen selber. Jedoch hat sich jeder darüber gefreut, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen. Unsere Meinung zu den geplanten Aktivitäten ist, dass sie zwar spannend und interessant, aber auch unorganisiert waren. Besonders die Zeitplanung war nicht sehr gut, da man nicht genug Zeit hatte, um sich zum Beispiel alle Bilder in dem Museum in Madrid anzuschauen. Dennoch waren alle Ereignisse eine Bereicherung für jeden, vor allem die Erfahrung, mit so vielen verschiedenen Kulturen in einem fremdem Land zusammenzuarbeiten. Es hat viel Spaß gebracht in kleinen Gruppen Musik zu machen, Sport zu treiben, oder sich mit ihnen nach der Schulzeit zu treffen und gemeinsam einen Park zu besuchen, um sich näher kennen zu lernen. Durch die vielen gemeinsamen Tätigkeiten kamen wir uns schnell nahe und wuchsen als Gemeinschaft zusammen. So war auch die Trennung für alle Beteiligten schwer und traurig. Niemand wollte sich so recht von der lieb gewonnenen Gastfamilie, oder den neu dazu gewonnenen Freunden trennen. Auch wenn die etwas andere Ernährung, sowie die scheinbar einengenden Wohnverhältnisse ungewohnt waren, so war es doch eine herrliche Zeit, zu der jeder gerne mit Freuden zurückblickt.